Curry Laksa
Laksa Lemak


Laksa ist eine würzig-scharfe Nudelsuppe, die typisch ist für die Küche Malaysias und Singapurs. Laksa gibt es in verschiedensten Varianten, aber hauptsächlich unterscheidet man zwischen der süßsauer-scharfen Assam-Laksa, die ihren Geschmack über die Säure der Tamarinde bekommt, und der cremig-würzigen Laksa lemak auf der Basis von Kokosmilch. Wichtig ist in jedem Fall die Verwendung von Vietnamesischem Koriander (rau ram), der in Malaysia daun laksa heißt.

Zubereitung

  1. Die Reisnudeln in lauwarmem Wasser einweichen.

    Den Tofu abwaschen, anschließend leicht pressen, sodass möglichst viel Wasser austritt. Den Block in 2 Zentimeter große Würfel zerteilen. Mit Küchenpapier gründlich trocknen. In einem Frittiertopf das Öl erhitzen, bis an einem hineingetauchten Holzstäbchen kleine Blasen aufsteigen. Neben den Topf einen großen Teller mit mehreren Lagen Küchenpapier legen. Die Tofuwürfel nach und nach mit einem Schaumlöffel in den Frittiertopf geben, dabei immer wieder warten, bis das Öl nicht mehr aufwallt. Vorsicht, Spritzgefahr! Die Würfel jeweils 3–4 Minuten frittieren, bis sie außen leicht gebräunt sind. Mit dem Schaumlöffel herausnehmen und auf dem Küchenpapier abtropfen lassen.

  2. Für die Würzpaste die getrockneten Chilis entstielen, nach Belieben entkernen und in 150 Milliliter lauwarmem Wasser mindestens 15 Minuten einweichen.

  3. Die Garnelenpaste muss vor der Verwendung geröstet werden. Dazu die Paste mit einem Löffel auf einer Aluminiumfolie verstreichen. Vorsicht, dabei nicht mit den Fingern anfassen, der Geruch lässt sich nur schwer entfernen. Die Folie auf beiden Seiten gleichmäßig einschlagen, sodass ein flaches Briefchen entsteht. Über einer kleinen Gasflamme, am besten im Freien, von beiden Seiten jeweils 30 Sekunden rösten, bis etwas Rauch aufsteigt. Abkühlen lassen.

  4. In einer kleinen Pfanne die Koriandersamen bei mittlerer Hitze 1–2 Minuten rösten, bis sie beginnen zu duften

  5. Knoblauch und Schalotten schälen und grob hacken. Die Kurkuma ebenfalls schälen und grob hacken. Am besten dabei Küchenhandschuhe tragen, da Kurkuma stark färbt. Die Zitronengrasstängel am unteren Ende kappen und am oberen ein Drittel abschneiden. Das äußere Blatt entfernen. Die Stängel längs vierteln und anschließend quer fein hacken. Die Garnelen und die Nüsse grob hacken. Die eingeweichten Chilischoten aus dem Einweichwasser nehmen und klein schneiden. Das Wasser dabei aufheben. In einem Blitzmixer alles zu einer feinen Paste pürieren. Damit es leichter geht, das Einweichwasser hinzugeben.

  6. Für die Suppe in einem Suppentopf mit dickem Boden das Kokosöl bei mittlerer Temperatur erhitzen. Die Würzpaste hineingeben und anbraten. Dabei ständig mit einem Pfannenwender wenden, damit sie nicht anbrennt. Nach ca. 10 Minuten beginnt die Paste ölig zu glänzen, da das Wasser verdampft und das Öl sich abtrennt. Jetzt die Kokosmilch, Zucker und Fischsauce hinzugeben. Sobald die Kokosmilch sich aufgelöst hat 600 Milliliter Wasser hinzugeben, unter Rühren kurz aufkochen lassen. Falls die Kokosmilch sich nicht komplett auflöst, die Suppe noch mit dem Pürierstab pürieren.

  7. Die Garnelen hinzugeben und bei kleinster Hitze 5 Minuten garziehen lassen. Die Tofuwürfel in der Mitte teilen und ebenfalls in die Suppe geben. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Fischsauce abschmecken.

  8. Pro Person eine Suppenschale vorwärmen. Für die Garnitur die Eier schälen und halbieren. Die Mungbohnensprossen waschen und putzen. Die Salatgurke waschen und in feine Stifte schneiden. Die Blätter vom Vietnamesischen Koriander abzupfen. Die Frühlingszwiebel und die Chilischoten waschen und in feine Ringe schneiden. Die Limette achteln. Alles zusammen auf einem Teller anrichten.

  9. Zum Servieren, die Nudeln aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und portionsweise in kochendem Wasser 30 Sekunden blanchieren. Auf die Suppenschalen verteilen, mit der Suppe begießen und zusammen mit der Garnitur servieren.

Zusätzliche Links und Hinweise

Ursprünglich von chinesischen Einwanderern nach Malaysia gebracht, wurde die Laksa mit malaiischen Elementen versetzt und ist damit ein wunderbares Beispiel für die chinesisch-malaiische Fusionsküche der Nonyas in Malaysia. Nonyas nennt man die Nachfahren chinesischer Einwanderer aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, die sich mit malaiischen Einwohnern vermählten. Die daraus entstandene Küche verbindet chinesische mit malaiischen Elementen, ist fantastisch vielfältig und hat überall auf der Welt ihre Fans.

 

 

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Autor / Bilder

Stefan Leistner


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