Vogelaugen Chili


Früchte & Gemüse

Diese kleinen roten oder grünen Früchte sind für den Ungeübten ziemlich gefährlich, da äußerst scharf. Wie alle Chilisorten ursprünglich aus Südamerika stammend, wurden sie im 16. Jahrhundert von Portugiesen und Spaniern nach Südostasien gebracht.

Die Schärfe wird durch das Alkaloid Capsaicin ausgelöst, das nur ein Hitze- und Schmerzempfinden im Mund auslöst, aber nicht wie oft behauptet, den Geschmack „abtötet“.
Für den untrainierten Gaumen sind Chilis allerdings eine Herausforderung und lenken natürlich vom eigentlich Geschmack einer Speise erst einmal ab. Wer sich aber an die Schärfe gewöhnt hat – man kann es antrainieren – will es nicht mehr missen und vertieft damit das Geschmackserlebnis.
Gesund ist es in jedem Fall, da Chilis keimtötend wirken, Vitamin C enthalten und die Durchblutung des Magens anregen.
In der vietnamesischen Küche wird im Unterschied zur thailändischen Chili selten beim Kochen hinzugefügt, sondern im Ganzen als Beilage zum Essen gereicht. Man zerkleinert sie dann mit einem Metalllöffel oder den Stäbchen und fügt sie nach Geschmack dem Essen zu.

Rote Chilis sind länger gereift als grüne Chilis. Geschmacklich sind grüne Chilis weniger scharf und schmecken etwas fruchtiger.

Chili-Schoten-gruen

 

Bei der Verarbeitung am besten Handschuhe tragen, die – besonders scharfen – Kerne entfernen und anschliessend das Schneidebrett und die Hände gründlich waschen.
Ersatzweise können auch die vielfach erhältlichen, weniger scharfen, großen Chilis verwendet werden.

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