Rotes Thai-Curry mit Huhn
GAENG PHED GAI


Hier das Rezept für rotes Thai-Curry wie man es zu Hause kochen kann. Keine schnelle Küche, aber das Ergebnis lohnt die Mühe in jedem Fall. Jeder Fan der Thai-Küche hat rotes Thai-Curry schon gegessen. Die rote Currypaste gibt Aroma und Schärfe, die Kokosmilch gibt Volumen und Tiefe. Dazu frisch gedämpften Jasminreis - ein wundervolles Gericht. Ein Tipp: Machen Sie gleich eine größere Menge rote Currypaste, man kann sie problemlos einfrieren und damit schnell ein leckeres rotes Thai-Curry zubereiten. Man kann natürlich auch eine fertige rote Currypaste verwenden. Das Grundrezept ist ohne Gemüse, am Ende des Rezepts sind aber verschiedene Gemüse aufgeführt, die zusätzlich verwendet werden können.

Zubereitung

  1. Die Chilischoten mit einer Küchenschere über der Spüle aufschneiden und die Kerne ausklopfen. Dabei am besten Küchenhandschuhe tragen. Anschliessend quer in Streifen schneiden und in kaltem Wasser 30 Minuten einweichen.

    Die trockenen Gewürze in einer Pfanne bei mittlerer Hitze einzeln nacheinander trocken rösten, bis sie duften. Vorsicht, dass sie dabei nicht anbrennen, sonst schmecken sie bitter.

    Abkühlen lassen und in einer elektrischen Mühle zu Pulver mahlen. Alle Gewürze zusammen in einem Schälchen aufbewahren.

     

  2. Jetzt die frischen Gewürze vorbereiten: Den oberen grünen Teil und das Ende des Zitronengrases, sowie die äussere Hülle entfernen. Mehrmals längs teilen und danach fein hacken.

    Den Galgant schälen in Scheiben schneiden und fein hacken.

    Die Korianderwurzeln unter fließendem Wasser waschen und abbürsten, fein hacken.

    Von der Kaffirlimette ein fingernagelgroßes Stück abschälen und fein hacken (die restliche Limette lässt sich gut einfrieren).

    Die Schalotten und den Knoblauch schälen und feinhacken.

    Je feiner man die einzelnen Zutaten hackt, um so leichter lässt sich später die Paste herstellen.

  3. Die Garnelenpaste in ein Stück Alufolie wickeln, plattdrücken und über einer kleinen Gasflamme von beiden Seiten rösten, bis etwas Rauch aufsteigt.

  4. In einem Steinmörser nach und nach die getrockneten und frischen Gewürze zu einer feinen Paste mörsern.

    Man beginnt mit den trockenen gemahlenen Gewürzen und dem Salz, dann gibt man die abgetropften roten Chilis dazu und zerstampft alles zu einem feinen Mus.

    Jetzt nach und nach Zitronengras, Galgant, Korianderwurzel und Kaffirlimette dazugeben und fein stampfen.

    Immer erst eine Zutat komplett zerstoßen bevor die nächste folgt. Zwischendurch mit einem Löffel die Paste vom Rand kratzen und in der Mitte des Mörsers sammeln.

    Jetzt Schalotten und Knoblauch hinzufügen und weiter stampfen.

    Wenn alles zu einer feiner Paste zerstampft ist, die Shrimp-Paste aus der Alufolie wickeln und hinzugeben.

  5. Das Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Man kann natürlich Hühnerbrust ohne Haut verwenden, wenn man allerdings das Curry authentischer und vor allem kräftiger im Geschmack haben möchte, verwendet man ausgelöstes Keulenfleisch, am besten mit der Haut.

     

  6. Wenn man das Glück hat eine nicht emulgierte Kokosmilch zu bekommen, hat man nach dem Öffnen der Dose die dicke, feste Kokosmilch im oberen Teil. Man entnimmt davon 2-3 Esslöffel und erhitzt sie in einem Topf, der das spätere Curry aufnehmen soll.

    Unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze einkochen lassen, bis sich das klare Kokosöl abtrennt. Man nennt das Cracken. Damit gewinnt man das aromatische Kokosöl, um die Currypaste darin anzubraten. Vorsicht, Spritzgefahr!

    Wenn man nur emulgierte Kokosmilch erhält, ist das nicht weiter schlimm. Auch hier einige Esslöffel einkochen lassen. Es dauert nur etwas länger und das Öl wird sich aufgrund des Emulgators nicht so abtrennen.

    Sobald sich das Öl abgetrennt hat bzw. die Kokosmilch dick geworden ist, 2 Esslöffel von der Currypaste hinzugeben und unter ständigem Rühren anbraten. Einige Minuten bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren braten, bis die Currypaste angenehm duftet. Durch das Braten sollen die scharfen Aromen der frischen Gewürze, der Schalotten und des Knoblauchs gemildert werden und sich zu einem harmonischen Ganzen vermengen.

  7. Jetzt die Hälfte der Hühnerbrühe hinzufügen und mit der Currypaste gut verrühren.

    Das Hühnerfleisch und die restliche Kokosmilch dazugeben und das Curry langsam zum Kochen bringen.

    2 Esslöffel Fischsauce, 1 Teelöffel Palmzucker, die Kaffirlimettenblätter und eine Prise Salz zugeben.

    3-4 Minuten leise köcheln lassen, bis das Hühnerfleisch gar ist. An der Oberfläche sollte sich etwas Kokosöl absetzen, dann ist es fertig. Sollte das Curry zu dick sein, noch etwas von der restlichen Hühnerbrühe hinzugeben.

    Mit Salz, Fischsauce und Palmzucker abschmecken. Es sollte scharf, etwas salzig und nur ganz leicht süß sein. Wundern Sie sich nicht, wenn die Farbe des Curries ins Gelbliche tendiert, rot heißt es nur wegen der Verwendung roter Chilis.

    Den Thaibasilikum waschen, die Blätter abzupfen und über das Curry streuen. Zusammen mit gedämpftem Jasminreis servieren.

     

     

Zusätzliche Links und Hinweise

Hier eine ausführliche Anleitung zur Herstellung von Currypasten

Wenn man fertige Currypasten verwendet, kann man zum Aromatisieren zusammen mit dem Hühnerfleisch einen flachgeklopften Stängel  Zitronengras und 1-2 Kaffirlimettenblätter hinzugeben. Das verstärkt das Aroma.

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Man kann dieses Curry sehr gut mit verschiedenen Gemüsen ergänzen:

Eine frische rote Chilischote, schräg in Stücke geschnitten, Thai-Auberginen geviertelt oder Erbsenauberginen, Krachai (Fingerwurz) in feine Streifen geschnitten, Pilze wie Pfifferlinge oder Champignons, Pak Choi in Streifen geschnitten oder auch zusätzlich ein paar kleine Stücke Ananas (Vorsicht dann aber mit dem Palmzucker, sonst wird es zu süß).

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Mit Hühnerbrühe oder Wasser verdünnt, kann man es auch als Suppe zusammen mit Nudeln servieren.

 

 

 

 

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Autor / Bilder

Stefan Leistner


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