Nudelsuppe aus Myanmar
Mohinga


Mohinga bedeutet einfach nur Nudelsuppe auf burmesisch, sie ist aber das Nationalgericht Myanmars. Was den Vietnamesen ihre Pho Bo, ist den Burmesen ihre Mohinga, ob zum Frühstück, als mittäglicher Snack oder auch abends. Mohinga ist eine Fischsuppe, was unsere Kinder davon abhielt sie in Myanmar zu probieren. Als wir sie zu Hause in Deutschland nachkochten, waren sie total begeistert von dem komplexen und vollen Aroma. Sie schmeckte gar nicht nach Fisch! Es macht etwas Arbeit eine Mohinga zuzubereiten, aber dafür wird man belohnt. In Myanmar verwendet man den Stamm der Bananenstaude als Einlage, als Ersatz kann man eine Fenchelknolle verwenden. Wenn sie quer aufgeschnitten wird, ähnelt sie von Optik und Textur durchaus dem Bananenstamm.

Zubereitung

  1. Die getrockneten Chilis 20 Minuten in heißem Wasser einweichen.

    Den ganzen Fisch oder das Fischfilet in eine Pfanne mit hohem Rand oder einen Bräter legen und mit kaltem Wasser knapp bedecken (Bei Verwendung eines ganzen Fischs bekommt die Brühe noch zusätzlich Aroma durch die Gräten bzw. den Kopf).

    Von einem Stängel Zitronengras das untere Ende kappen, das obere trockene Ende abschneiden. Mit dem Rücken eines schweren Messers flachklopfen.

    Eine Knoblauchzehe schälen und ebenfalls flachklopfen. Beides zum Fisch geben.

    Die Pfanne auf den Herd setzen und alles zum Kochen bringen, dabei immer wieder den aufsteigenden Schaum mit einem Sieblöffel abschöpfen. Sofort nach dem Aufkochen die Hitze reduzieren, einen Deckel auflegen und 15 Minuten auf kleinster Hitze simmern lassen.

     

  2. Das restliche Zitronengras am unteren Ende kappen und am oberen ein Drittel abschneiden. Das äußere Blatt entfernen. Den Stängel längs vierteln und anschließend quer fein hacken.

    Die eingeweichten Chilis abtropfen, aufschneiden und die Kerne entfernen, anschließend auch kleinschneiden.

    Ingwer, 2 Schalotten und den restlichen Knoblauch schälen und feinhacken. Alles zusammen in einen Mixer geben und zu einer Paste pürieren. Dabei eventuell etwas Wasser hinzugeben, damit der Mixer richtig pürieren kann.

  3. Den Fisch mit einem Sieblöffel aus der Brühe nehmen und auf einen Teller legen. Die Brühe durch ein Sieb seihen und in einer Schale auffangen. Den Fisch abkühlen lassen und das Fleisch von den Gräten lösen, dabei auch die Haut entfernen. Den Fisch in kleine Stücke zerteilen.

     

  4. Die Pfanne säubern und darin 2 Esslöffel Öl erhitzen, die Ingwer-Schalotten-Knoblauch-Paste hinzugeben und bei mittlerer Hitze anbraten, bis das Wasser verdampft ist und sie duftet. Dabei aber nicht anbrennen lassen!

    Kurkuma, Paprika und Garnelenpaste dazugeben und verrühren. Jetzt den feinzerteilten Fisch dazugeben, dabei vorsichtig umrühren, sodass er komplett von der Würzmischung bedeckt ist.

     

  5. Die Kichererbsen mit einer Gabel fein zerdrücken und in der Brühe auflösen. Mit einem Schneebesen gut verrühren, damit eventuelle Klumpen sich auflösen.

    Die restlichen Schalotten schälen und in Ringe schneiden. Zusammen mit dem gerösteten Reis und der Brühe in die Pfanne mit der Fischmischung geben. Mit Fischsauce, Salz und Pfeffer abschmecken und 20 Minuten auf kleinster Flamme simmern lassen. Dabei vorsichtig umrühren, um alles gleichmäßig zu verteilen.

  6. Die Suppenschalen vorwärmen.

  7. Einen mittleren Topf mit Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen.

    Die Nudeln in dem kochendem Wasser 2 Minuten kochen, vom Herd nehmen und weitere 5 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen. Abgiessen, mit kaltem Wasser abbrausen und abtropfen lassen.

     

  8. Den Fenchel putzen und quer in Ringe schneiden, dabei den Strunk entfernen. Gegen Ende der Kochzeit zur Suppe geben, er sollte noch knackig bleiben.

    Den Koriander waschen und hacken, die hartgekochten Eier vierteln. Das Grüne der Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Die Limette in Spalten schneiden.

     

  9. Die Nudeln auf die Suppenschalen verteilen, die Eier verteilen, die heiße Suppe darüber giessen, mit Koriander, frittierten Schalotten und Frühlingszwiebeln bestreuen und die Mohinga servieren. Mit dem Saft der Limette abschmecken.

     

 

 

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Autor / Bilder

Stefan Leistner


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