Thai-Currys: Rezepte und alles was Du wissen musst!

Curries sind die Seele der indischen und thailändischen Küche. Das englische Wort „curry“ stammt vom tamilischen Wort „kari“ ab und bedeutet „Soße“. Curry bezeichnet eine Art Ragout oder Eintopfgericht als Beilage meistens zu Brot oder Reis. Ursprünglich stammen Currys aus Indien, man findet sie jedoch im gesamten südostasiatischen Raum. Indische Currys sind subtil zusammengestellte Mischungen aus bis zu 20 verschiedenen getrockneten und gemahlenen Gewürzen, während die leichten Currys in Burma schon mit deutlich weniger Gewürzen auskommen.
Das Rezept für ein Thai-Curry enthält ausschließlich frische, im Mörser gestampfte Gewürze, die Köche Vietnams hingegen übernehmen für ihre Curry-Rezepte die indische Tradition des Currypulvers, das sie mit frischen Gewürzen vermengen.

Einen kleinen Ausschnitt aus dem riesigen Spektrum der Currys zeigen wir Euch hier: Ihr findet grünes Thai-Curry, rotes Thai-Curry mit Hähnchen oder Thai Curry mit Tofu, eine Anleitung wie man eine Currypaste macht oder wie man vietnamesisches Currypulver selbst herstellt. Außerdem Rezepte für Curries aus Burma, Kambodscha und Laos. Viel Vergnügen beim Kochen!

Fisch Currypaste

WIE MACHT MAN EINE THAI-CURRYPASTE

Die Curry-Paste ist das Herz eines Thai-Currys und ihre Qualität die Voraussetzung für das Gelingen.
Sie besteht aus vielerlei Zutaten – frische und trockene Gewürze, Chilis, Zwiebeln, Knoblauch etc.

Orn schabt die fertige Curry-Paste aus dem Mörser, während im Wok schon die Kokoscreme köchelt. Sie muss so lange einkochen, bis sich das Kokosöl abtrennt, sie ”crackt”. Darin wird dann die Curry-Paste angebraten, bis alle Gewürze beginnen ihren aromatischen Duft zu verströmen.
Jetzt fügt sie Hühnerbrühe und dünne Kokosmilch hinzu und schmeckt mit Salz, Zucker und Fischsauce ab.
Auf einem Schneidebrett liegen schon geschnetzeltes Hähnchen, Thai-Auberginen und Erbsenauberginen mit weiteren Gemüsen bereit. Orn gibt sie in den Wok und lässt sie sanft garen. Die Thai-Auberginen müssen auf jeden Fall noch knackig sein. Etwas Thai-Basilikum darüber gezupft und fertig ist das Grüne Curry.
Es schmeckt frisch, zitronig, hat eine Spur Süße, viel Tiefe über das Hähnchen und vor allem feurige Schärfe. Orn’s Gäste im Ban Ba Loo sind begeistert.

Hier geht’s zur detaillierten Anleitung

Curry rot  a

Rotes Thai-Curry kennen die meisten von uns. Die rote Currypaste gibt Aroma und Schärfe, die Kokosmilch gibt Volumen und Tiefe. Dazu frisch gedämpften Jasminreis – ein wundervolles Gericht.
Hier das Rezept für rotes Thai-Curry wie man es zu Hause kochen kann. Keine schnelle Küche, aber das Ergebnis lohnt die Mühe in jedem Fall.
Ein Tipp: Machen Sie gleich eine größere Menge rote Currypaste, man kann sie problemlos einfrieren und damit schnell ein leckeres rotes Thai-Curry zubereiten. Man kann natürlich auch eine fertige rote Currypaste verwenden.
Das Grundrezept ist ohne Gemüse, am Ende des Rezepts sind aber verschiedene Gemüse aufgeführt, die zusätzlich verwendet werden können.

Grünes Thai-Curry – Gaeng Keow Wan – ist eines der weltweit beliebtesten Gerichten der Thai-Küche.

ES IST SCHARF, MEISTENS SOGAR SCHÄRFER ALS ALLE ANDEREN CURRY-VARIANTEN.

Seine wichtigsten Zutaten sind neben Kokosmilch und grüner Currypaste kleine weiß-grüne Thai-Auberginen, hellgrüne erbsenähnliche Auberginen und Thaibasilikum. Hier ein Rezept für ein grünes Thai-Curry mit frischen, grünen Chilis, Thai-Basilikum, Kokosmilch und viel frischem Gemüse.

Das Wort wan im Namen des Currys bedeutet übrigens süß auf thai. In diesem Zusammenhang meint es aber die Farbe des Currys, die es über die grünen Chilis bekommt.

Man isst grünes Curry mit Reis, dünnen Reisnudeln Kanom chin oder indischem Brot roti.

Rotes Curry mit Tofu: Pad Prik King bedeutet wörtlich ein trockenes Curry mit wenig Flüssigkeit und Ingwer.

Trotzdem taucht in diesem Rezept kein bisschen Ingwer auf. Die Experten sind sich zwar uneinig über die Herkunft des Namens, aber einig darüber, dass es sich um ein sehr aromatisches Curry handelt, das sich hervorragend mit gedämpftem Jasmin-Reis verträgt. Das Originalrezept ist mit Schweinebauch, hier haben wir das Rezept mal mit frittiertem Tofu probiert.

Panang Curry ist ein sehr beliebtes Curry in Thailand. Durch die Verwendung von gehackten Erdnüssen schmeckt es sehr üppig, durch das süße Thai-Basilikum bekommt es einen intensiven, aromatischen Duft.
Das Curry hat seinen Ursprung in Zentral-Thailand und ist nicht – wie oft behauptet – aus Penang, einer Insel in Malaysia. Meistens wird es mit Rindfleisch oder Huhn zubereitet, aber eine modernere Version wird mittlerweile auch mit Fisch oder Meeresfrüchten serviert. Diese wird ohne Kreuzkümmel und Koriandersamen zubereitet.

In diesem Rezept wird ein cremig-pikantes Panang Curry mit einem knusprig frittierten, innen saftigen Fisch serviert.

Curry-Nudelsuppe Khao Soi ist eine Suppe, die von der Küche Burmas beeinflusst ist

Man bekommt sie im Norden Thailands, in Chiang Mai und in Laos. Einst von chinesischen Muslimen über Burma nach Nord-Thailand und Laos gebracht, finden sich Varianten dieses Gerichts in allen drei Ländern.

Khao Soi Chiang Mai sind Eiernudeln in einem würzigen Kokosnuss-Curry mit zartem Hähnchen. Die Currypaste wird mit schwarzem Kardamom gewürzt, dunkelrote Chilis geben Schärfe und frittierte Nudeln eine knusprige Textur. Hier ein Rezept aus Chiang Mai, wie man es in vielen Garküchen findet.

Gaeng Hang Lay ist ein kräftiges Curry mit Schweinefleisch aus Chiang Mai.

Das Rezept wurde im 16. Jahrhundert von den Thais im Norden übernommen, als sie unter burmesischer Herrschaft standen. Es hat in seiner Komplexität Ähnlichkeit mit dem Massaman Curry, das über Persien nach Thailand kam. Die trockenen Gewürze wie Sternanis, Kardamom, Kreuzkümmel und Nelken deuten daher einen indischen Ursprung an.

Und wenn Ihr noch mehr über Curries wissen wollt:

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