Burmesische Currys: Rezepte und alles was Du wissen musst!

Currys aus Burma sind weitgehend unbekannt, aber sehr sehr lecker und einfach herzustellen.

Während in Thailand für Currypasten mehr frische Gewürze verwendet werden, sind die Inder dagegen Meister im Herstellen subtiler Currymischungen aus trockenen Gewürzen.

Burmesische Köche verwenden von beidem etwas und zaubern damit äusserst schmackhafte und vor allem milde Curries.

Grundlage eines burmesischen Currys ist meist gemahlene Kurkuma, die in Erdnussöl kurz sautiert wird. Kurkuma gehört zur botanischen Familie der Ingwergewächse und ist auch ein Rhizomgewächs. Während in Vietnam, Thailand und Kambodscha oft der frische Wurzelstock verwendet wird, kommt er in Myanmar als getrocknetes Pulver zum Einsatz. Das hat eine leuchtend gelbe Farbe und ein kräftig harziges Aroma mit einer leichten Bitternote. Kurkuma gilt auch als Wundermittel gegen viele Arten von Krankheiten.

In das sautierte Kurkumapulver gibt man fein gehackte Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer und lässt alles erst eine Weile zusammen braten, bevor das Fleisch hinzukommt. Eine leichte Schärfe erreicht man durch Chili- bzw. Paprikapulver.

Die traditionelle Kochmethode nennt sich hsi pyan hin, was so viel bedeutet wie: »Das Öl kommt zurück«. Das Curry wird so lange geschmort, bis sich das Erdnussöl an der Oberfläche absetzt. Dieser Ölfilm hält das Curry in den Garküchen länger frisch. Beim Essen lässt man dann einfach das anhaftende Öl von den Fleischstücken abtropfen und isst alles zusammen mit viel Reis. In guten burmesischen Küchen wird übrigens immer kalt gepresstes Erdnussöl verwendet. In unseren Rezepten haben wir natürlich deutlich weniger Öl verwendet.

Yangon market

Hähnchencurry aus Burma: In Kurkuma, Ingwer und Zitronengras geschmortes Hähnchen.

EIN CURRY, WIE ES TYPISCH IST FÜR DIE BURMESISCHE KÜCHE.

Intensiv gelbes, aromatisches Kurkumapulver wird kurz in Öl sautiert. Darin brät man die klassische indische Würzpaste aus Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer an. Mitgeschmort wird dann ein Zitronengrasstängel. Das ist burmesische Küche an der Schnittstelle zwischen Indien und Thailand.

Burmesisches Garnelencurry: Ein Curry mit leckeren Garnelen, typisch für die Küche im burmesischen Rhakine Staat an der Ostküste.

Ein einfach zu bereitendes Curry, das nach der Yao Chottin Methode zubereitet wird, das heißt leicht und mit wenig Öl. Ideal für Meeresfrüchte und Fisch.

Es stammt aus dem an der Ostküste Myanmars gelegenen Rakhine Staat, berühmt für seine leichte, aber scharfe Küche und seine herrlichen Strände.

Burmesisches Fischcurry: Ein leichtes burmesisches Curry mit zartem Fisch

Diese Curry besteht aus Fischfilet geschmort mit Tomaten und mit Ingwer, Kurkuma und Paprika gewürzt. Idealerweise wird es begleitet von Reis.

Und wenn Ihr noch mehr über Curries wissen wollt:

Weitere Themen entdecken