Vietnamesisches Hühnercurry
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Vietnamesisches Hühnercurry, ein ungewöhnliches aber leichtes Curry. Currys verbindet man eigentlich eher mit Indien oder Thailand. Hier im vietnamesischen Curry vermischen sich die Einflüsse dieser Länder. Aromatisches Currypulver bekommt den zusätzlichen Kick durch frisches Zitronengras. Man findet dieses Curry vorwiegend in Zentral- und Südvietnam. Die Champa, ein hinduistischer Volksstamm, der unter indischem Einfluss stand, schufen dort vor mehr als 1000 Jahren ein Königreich, das auch seine eigene Küche hatte. Indisches Madras Curry enthält unter anderem Ingwer und Senfsamen. Das fehlt im vietnamesischen Currypulver, es enthält stattdessen Sternanis, Lorbeer und Szechuan Pfeffer. Die rötliche Farbe bekommt es durch die Annattosamen.

Zubereitung

  1. Das Hühnerfleisch unter fließend lauwarmen Wasser abwaschen und mit Küchenkrepp trockentupfen. In 3cm große Würfel schneiden.

  2. Die Schalotten und den Knoblauch schälen und feinhacken.

    Das Zitronengras am unteren Ende kappen und am oberen ein Drittel abschneiden. Das äußere Blatt entfernen.

    2 Stängel längs vierteln und anschließend quer fein hacken. Die restlichen beiden beiseite legen.

    In eine Schüssel das Hühnerfleisch zusammen mit den Schalotten, dem Knoblauch und dem Zitronengras geben.

    1 Teelöffel Currypulver, 1 Teelöffel Salz und ½ Teelöffel Zucker hinzugeben. Alles gut vermischen und abgedeckt im Kühlschrank mindestens 30 Minuten oder über Nacht marinieren.

  3. Die Kartoffeln schälen und in 2cm große Würfel schneiden. In eine Schüssel mit Salzwasser legen, kurz liegen lassen, herausnehmen und mit Küchenkrepp abtupfen.

    In einer Pfanne 2 Esslöffel Öl erhitzen und bei mittlerer Hitze die Kartoffeln von allen Seiten anbraten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

  4. In einem Topf mit dickem Boden 2 Esslöffel Öl auf hoher Stufe erhitzen, die marinierten Hühnerstücke hineingeben und von allen Seiten anbraten. Dabei die Hitze etwas herunterschalten, damit Schalotten und Knoblauch nicht schwarz werden.

    Die Kokosmilchdose öffnen und die feste Creme abnehmen. Zusammen mit der Hälfte der  Hühnerbrühe zum Fleisch geben. Vorsichtig umrühren.

    Die verbliebenen 2 Zitronengrasstängel mit einem Fleischklopfer (o.ä.) flach klopfen, damit sich die Aromen lösen.

    Zusammen mit den Limettenblätter zum Curry hinzugeben. Mit der restlichen Fleischbrühe auffüllen, bis das Fleisch gerade bedeckt ist – dazu eventuell noch etwas Wasser angießen.

    Den Topf zudecken und bei kleinster Hitze 10 Minuten köcheln lassen.

  5. Nach 10 Minuten die Kartoffelwürfel hinzugeben und weitere 10 Minuten schmoren, bzw. bis die Kartoffeln weich sind. Achtung: falls Süßkartoffeln verwendet werden, haben sie eine deutlich kürzere Garzeit!

    Die Gemüsezwiebel schälen, in Spalten schneiden und aufblättern. Gegen Ende der Garzeit zusammen mit der restlichen Kokosmilch hinzugeben und kurz mitgaren lassen.

    Mit Fischsauce, Salz, Zucker und eventuell etwas Currypulver abschmecken.

    Die Kräuter waschen, trockenschütteln und zusammen mit den feingehackten Chilis auf einem separaten Teller dazu reichen.

    Dazu serviert man wahlweise

    • klassisch: 1 kleines französisches Baguette
    • oder Fadennudeln oder eben
    • gedämpften Jasminreis

     

     

 

 

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Autor / Bilder

Stefan Leistner


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