Taiwanesischer Feuertopf
Suan Suan Guo


Hot-Pot oder chinesisches Fondue gibt es in unzähligen Variationen in ganz Asien. Das Prinzip ist ganz einfach: Ein Topf mit Brühe wird auf einen kleinen Gasbrenner gesetzt, die Gäste gruppieren sich darum und garen die vorbereiteten Zutaten nach Belieben darin. Ein sehr geselliges Essen, das sich mitunter über mehrere Stunden erstrecken kann. Hot-Pot in Taiwan ist stark japanisch beeinflusst, was sich aus der japanischen Besatzung in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts erklärt. Die angegebenen Zutaten sind nur ein grober Anhaltspunkt, man kann sie beliebig variieren. Wichtig ist aber in jedem Fall die scharf-würzige Dip-Sauce, sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil eines Hot Pots á la Taiwan.

Zubereitung

  1. Die Eiernudeln in lauwarmem Wasser einweichen.

    Die Zutaten vorbereiten und auf Serviertellern anrichten:

    Das Fleisch in angefrorenem Zustand mit einem scharfen Messer oder besser mit einer Schneidemaschine in hauchdünne Scheiben schneiden. Auf einem Teller anrichten, sodass sie sich nur leicht überlappen, mit Klarsichtfolie abdecken, bevor man die nächste Lage darauflegt. Im Kühlschrank lagern.

    Die Garnelen auftauen, trockentupfen und anrichten.

    Die Tintenfischtuben auftauen, abspülen und quer in Ringe schneiden.

    Die Tofuhaut in einer Schale mit lauwarmem Wasser einweichen, anschließend in mundgerechte Stücke schneiden.

    Den Tofu würfeln, auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Eine Hälfte in 160° heißem Öl frittieren, auf Küchenkrepp abtropfen und alles zusammen mit der Tofuhaut auf einem Teller anrichten.

    Die Pilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden.

    Den Pak Choi in einzelne Blätter zerlegen, gründlich waschen, trockenschütteln und nochmals teilen.

    Den Spinat waschen, putzen und trockenschütteln.

    Die Tomaten waschen und achteln.

  2. Die Zutaten für die Dip-Sauce vorbereiten (siehe Anleitung).

    Die Hühnerbrühe in einem Fonduetopf erhitzen und mit Salz abschmecken.

    Den Ingwer schälen, in feine Streifen schneiden und zur Brühe hinzugeben.

    Einen Gasbrenner* auf den Tisch stellen, alle Zutaten darum gruppieren, pro Person eine Schale, Stäbchen, Löffel und Drahtkörbchen bereit legen. Den Topf auf den Gasbrenner stellen und die Gäste zu Tisch bitten.

Zusätzliche Links und Hinweise

*Einen Tisch-Gasbrenner bekommt man preiswert im Asia-Markt, ebenfalls die dazugehörigen Gaskartuschen. Am besten gleich einen 5er Pack nehmen, da die Stimmung bei Tisch ziemlich schnell sinkt, wenn der Brenner vorzeitig ausgeht.

Alternativen bzw. zusätzliche Zutaten zum Hot-Pot:

Gemüse: Alle Arten von Blattgemüsen, wie Spinat, Chinakohl, Chicorée, Endivien eignen sich. Lecker sind auch Spargel, Brokkoli und natürlich Pak Choy.

Rindfleisch: Hier bevorzugen Taiwaner durchwachsenes Rindfleisch, wie z.B. Hochrippe (engl. Ribeye). Filet oder Hüfte werden beim Garen oft schnell trocken. Das Fleisch hauchdünn quer zur Faser schneiden.

Lamm: Hier ist die Keule das ideale Stück. Geschnitten wird es wie Rind.

Hähnchen: Sowohl Keule als auch Brust eignen sich. In mundgerechte Stücke schneiden und vorher mit etwas Reiswein, Salz, Pfeffer und feingehacktem Ingwer marinieren.

Schwein: Lende und Bauchfleisch, hauchdünn geschnitten eignen sich für den Hot Pot

Fisch & Meeresfrüchte: Garnelen in allen Größen, Jakobsmuscheln, Miesmuscheln, Venusmuscheln und Tintenfische sind ideal. Fester, weißfleischiger Fisch wie Steinbeisser, Wolfsbarsch, Heilbutt etc. wird in mundgerechte Stücke geschnitten. Beliebt sind auch Fischbällchen, die man als TK-Ware im Asia-Markt bekommt. Für unseren Geschmack sind sie allerdings oft etwas zu gummiartig.

Nudeln: Hier kann man alle Arten von asiatischen Weizen- bzw. Reisnudeln verwenden. Besser ist es sie vorher einzuweichen und anschließend abtropfen zu lassen.

Brühe: Zum Schluss kann man ein ganzes Ei hineinschlagen, es gerinnen lassen und die Brühe als Suppe löffeln.

 

 

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Autor / Bilder

Stefan Leistner


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