Nudelsuppe mit Fisch-Nocken
Rou Geng


Eine herzhafte und sättigende Suppe, die - typisch für die Küche Taiwans - Fisch und Fleisch vereinigt. Die mit Schweinehack gefüllten Fischbällchen bilden eine schmackhafte und überraschend harmonische Einheit. Ein Gericht, das man häufig auf Taiwans Nachtmärkten findet. Im Originalrezept wird das Fleisch in Streifen geschnitten. Einfacher ist es aber Schweinehack mit der Fischpaste zu um hüllen. Man kann das Schweinefleisch auch weglassen und die Fischpaste zu Bällchen formen. Fisch und Fleisch wurde früher gern püriert und zu Bällchen geformt, die vorgekocht länger aufbewahrt werden konnten. So hatte man jederzeit eine Suppeneinlage schnell zur Hand.

Zubereitung

  1. Falls getrocknete Pilze verwendet werden, diese in heißem Wasser einweichen.

    Das Schweinehack in einer Schale mit 2 Esslöffeln Sojasauce, 1 Esslöffel Reiswein, 1 Messerspitze 5-Gewürze-Pulver und 1 Teelöffel Zucker vermischen und mindestens 30 Minuten marinieren lassen.

  2. Falls getrocknete Pilze verwendet werden, diese in heißem Wasser einweichen.

    Das Fischfilet unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen, trockentupfen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit 1 Teelöffel Salz in einer Schale gründlich vermischen und 30 Minuten in den Tiefkühler stellen.

    Den Fisch herausnehmen, in einen elektrischen Mixer geben und zu einer feinen Paste pürieren. Den Mixer immer nur kurz betätigen, anschließend die Masse mit einem Spatel wieder auf den Mixerboden drücken. Sie darf nicht warm werden, da sie sonst vorzeitig koaguliert – gerinnt.

    Die Eiswürfel hinzugeben und weiter pürieren. Wenn das Eis komplett eingearbeitet ist, das Tapioka-Mehl, 1 Esslöffel Zucker und ¼ Teelöffel Pfeffer hinzugeben und weiter pürieren bis eine geschmeidige Paste entsteht.

    Die Sellerieblätter waschen, trockenschütteln und feinhacken. Anschließend unter die Fischpaste mischen.

     

  3. 2 Liter Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.

    Neben dem Herd das Schweinehack und die Fischpaste bereitstellen.

    Die Hände anfeuchten und ein kleines Bällchen Schweinehack in die Handfläche nehmen. 1 Teelöffel von der Fischmasse abstechen und damit das Schweinehack gleichmässig umhüllen.

    Das Bällchen vorsichtig in das kochende Wasser gleiten lassen, dabei die Hitze herunter drehen, sodass das Wasser nur noch simmert. Auf diese Weise nach und nach das komplette Schweinehack mit der Fischpaste umhüllen und gar ziehen lassen.

    Sobald die Bällchen an die Oberfläche kommen, mit einem Sieblöffel herausnehmen und in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen.

  4. Vom Chinakohl die äußeren Blätter entfernen, dann quer in feine Streifen schneiden.

    Die Karotten schälen und in Julienne-Streifen schneiden.

    Die Pilze in 0,5cm große Streifen schneiden.

    Die Bun-Reisnudeln nach Packungsanleitung kochen, abgießen und mit kaltem Wasser überbrausen.

  5. Die Brühe in einem Topf erhitzen.

    1 Esslöffel Maisstärke in einer Tasse mit 4 Esslöffeln kaltem Wasser verrühren, sodass sich keine Klumpen bilden. Die Flüssigkeit unter ständigem Rühren in die Brühe gießen und kurz aufkochen lassen.

    Die Hitze herunterdrehen und Chinakohl, Karotten und Pilze zur Brühe geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Die Fischbällchen vorsichtig  hineingleiten lassen und alles zusammen 10 Minuten bei kleinster Hitze simmern lassen.

    Mit Salz und etwas Zucker abschmecken.

  6. 4 Suppenschalen vorwärmen.

    Den Koriander waschen, trockenschütteln und grob hacken.

    Die Nudeln auf die Schalen verteilen, die heiße Brühe mit Einlagen darüber geben und mit den Korianderblättern garniert servieren.

    Nach Belieben mit ein paar Tropfen Reisessig und Sesamöl würzen.

Zusätzliche Links und Hinweise

  • Chinesische Sellerieblätter sind deutlich kleiner als deutsche. Man bekommt sie im Asia-Markt. Ersatzweise die sich oft im Inneren von Bleichselleriestängeln  befindlichen hellgrünen Blätter verwenden.
  • Schwarzer Chinkiang Reisessig ist sehr kräftig im Geschmack, hier kann man ihn durch 1 Esslöffel weißen Reisessig und eine Tropfen Worcestershire-Sauce ersetzen.

 

 

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Autor / Bilder

Stefan Leistner


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