Burmesischer Milch-Tee
La Pey Yay


Myanmar liegt nicht nur in der Mitte zweier kulinarischer Hochkulturen, sondern auch unterschiedlicher Teekulturen. Während in China die Wiege des Grüntees und halbfermentierten Oolong-Tees liegt, haben die Engländer in ihren indischen Kolonien aus lokalen indigenen Teeplantagen eine Produktion aufgebaut, die den Weltmarkt mit Schwarztee bedient. Nun hat Burma durch seine Mittellage eine einzigartige Teekultur, die sowohl die chinesische Tradition des Grüntees als auch die anglo-indische des Schwarztees mit Milch und Zucker umfasst. Hier das Rezept für burmesischen Milchtee, ein Verwandter des indischen Chai.

Zubereitung

  1. In einem Topf 800ml oder 4 Tassen Wasser zum Kochen bringen. Den Tee in ein Teenetz auf Baumwolle füllen und in das kochende Wasser halten (falls kein Teenetz vorhanden, kann man den Tee auch einfach ins kochende Wasser geben und anschließend mit einem Sieb abgießen).

    15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, dann den Tee herausnehmen bzw. abseihen.

     

  2. Vom Herd nehmen und je 4 Esslöffel von der gezuckerten bzw. der ungezuckerten Kondensmilch hinzugeben und  gut umrühren. Am besten in einen zweiten Topf aus 50cm Höhe gießen, sodass der Tee schäumt und Luft bekommt.

    Abschmecken, d.h. je nach Geschmack noch Kondensmilch hinzugeben und in Tassen gießen. Auch hier gießt der Profi aus großer Höhe in dünnem Strahl, sodass ein leichter Schaum entsteht.

     

Zusätzliche Links und Hinweise

* Am besten nimmt man einen einfachen Assam Tee (z.B. Broken Ostfriesen-Mischung). Er sollte nur kräftig sein, damit er trotz der süßen Milch noch erkennbar ist. In Indien nimmt man für Chai sogenannten Mamri-Tea, ein preiswerter Assam als Granulat.

 

 

 

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Autor / Bilder

Stefan Leistner


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