Thai Reis – wo kommt er her, wie kocht man ihn?

Als in der Frühzeit das Volk der Thai aus dem heutigen Südchina über die Berge in die weiten Flusstäler und die Ebene des heutigen Thailand kamen, brachten sie damals schon den Hauptbestandteil ihrer täglichen Mahlzeit mit, den Reis. In jenen Tälern fanden Sie die idealen Bedingungen um diesen Reis anzubauen. Sie ließen sich dort nieder und gründeten so die Anfänge der Republik Thailand, das man heute noch als die „Reisschale“ Asiens bezeichnen.

Thai Reis Thai Reis - wo kommt er her, wie kocht man ihn?

Ähren mit reifen Reiskörnern

Bis vor kurzem war Thailand  der führende Reisexporteur auf der Welt, musste diese Stellung aber aufgrund einer verfehlten Subventionspolitik der Regierung an Indien und Vietnam abgeben.

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Ein Reishändler in Chiang Mai

Reis wird in erster Linie als Beilage zu pfannengerührtem Gemüse, Curies, Gegrilltem und ähnlichem serviert. Nur bei einigen wenigen Gerichten wie Khao Phat, gebratener Reis ist er Hauptbestandteil der Mahlzeit.

Khao Jao bedeutet weißer Reis und die am meisten verwendete Qualität ist Khao Hom Mali, der bekannte Jasminreis. Sein Name kommt vom wunderbar aromatischen Duft des frisch gekochten Reis und hat nichts mit dem Aromatisieren durch Jasminblüten zu tun, was man in China mit Tee macht.

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Reis wird mit Messbechern „abgewogen“

Die Zubereitung von Reis ist ziemlich einfach, besonders wenn man einen elektrischen Reiskocher verwendet. Man füllt den Reistopf mit 2 Tassen Reis und wäscht ihn darin. Der Reis wird dreimal mit kaltem Wasser gewaschen bis das Wasser klar bleibt und das Reismehl entfernt ist. Dies ist notwendig damit der Reis nicht klebrig oder mehlig schmeckt sondern die Konsistenz bekommt, die Thais bevorzugen: Körnig, leicht und locker.
Danach füllt man den Topf mit 2 Tassen kaltem Wasser, setzt ihn in den Reiskocher, schaltet ihn ein und wartet bis er auf Warmhalten umschaltet. Für eine bessere Konsistenz lässt man den Reiskocher noch ca. 5 Minuten geschlossen.
Sollte der Reis zu fest oder zu weich sein, muss die Wassermenge das nächste Mal entsprechend angepasst werden.
Die Wassermenge kann nämlich bei jeder Packung anders sein, da sie vom Alter des Reises  abhängig ist.

Wenn Sie in einem Thai-Restaurant Reis bestellen, fragen Sie nach Khao Plao dem Thai Wort für weißen, gekochten Reis.

Die Bewohner des Nordens als auch des an Laos grenzenden Nordosten Thailands bevorzugen Klebreis Khao niew gegenüber Jasmin-Reis.

Klebreis isst man auf eine ganz besondere Art: Serviert in kleinen Bambuskörben oder auch nur einfach auf einem Teller, nimmt man mit den Fingern der rechten Hand eine kleine Menge auf, formt sie zu einem Ball, drückt mit dem Daumen ein kleines Loch hinein und benutzt den Reisball als Löffel um zum Beispiel ein Curry aufzunehmen.

Unterscheiden kann man die Reissorten ziemlich einfach: Während in ungekochtem Zustand, Jasmin-Reis ein bisschen durchscheinend ist, sieht Klebreis leuchtend weiß aus. In gekochtem Zustand ist es umgekehrt, nun ist der Klebreis etwas durchscheinend, während der Jasmin-Reis weiß ist.

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Reisfeld in Nordthailand

Auch bei der Zubereitung unterscheidet sich Klebreis von Jasmin-Reis: 2 Tassen Klebreis gründlich in lauwarmen Wasser mehrmals waschen, dabei den Reis zwischen den Händen reiben. Anschließend in kaltem Wasser für mindestens 3 Stunden, besser über Nacht einweichen.
Jetzt muss der Reis noch 30 bis 40 Minuten gedämpft werden. Normalerweise hat jeder Reiskocher einen Dämpfeinsatz, den man mit einem Musselintuch auslegt und den eingeweichten Reis hinein gibt. Wasser in den Reiskocher einfüllen und starten. Nach 15 bis 20 Minuten den Reis vorsichtig wenden und weiter dämpfen.
Anschließend den Reis auf Raumtemperatur abkühlen lassen, so schmeckt er am besten.

Für Desserts gibt es auch noch einen dunkelroten Klebreis Khao Niew Dam.

Hier eine schöne Dokumentation wie Reis in Thailand gepflanzt und geerntet wird.

 

 

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