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Wo du das beste Streetfood in Seoul findest

Eine kulinarische Entdeckungsreise über Seouls ältesten Markt

Wer koreanisches Essen liebt, kommt an Seouls Gwangjang Markt nicht vorbei. Generationen von Koreanern haben hier schon Nudelsuppen gegessen. Es ist der ultimative Platz, um echtes koreanisches Streetfood kennenzulernen und zu genießen.

Gegründet im Jahre 1905 gilt der Gwangjang Markt als der älteste durchgehend betriebene Markt in Koreas Hauptstadt. Und obwohl er in fast jedem Reiseführer empfohlen wird, hat er sich seinen authentischen Charme bewahrt.

In den langen, breiten Gängen, die die Markthallen durchziehen, reiht sich ein Stand an den nächsten. Jeder bietet eine andere koreanische Spezialität. Heike und mir fällt es schwer, uns für etwas zu entscheiden. Das Angebot ist einfach zu groß. Wir lassen uns daher, wie so oft, einfach am nächstbesten Stand auf eine der langen Holzbänke nieder und bestellen auf gut Glück. Auch dieses Mal werden wir nicht enttäuscht, sondern vielmehr überrascht von dem leckeren und gleichzeitig preiswerten Essen. Wir stellen fest, dass die koreanische Küche eher kräftig und rustikal ist, aber immer aus super frischen Zutaten besteht. Zu fast jede Mahlzeit wird kräftig geröstetes Sesamöl, fermentierte Sojabohnenpaste, Chilipaste und jede Menge Frühlingszwiebeln serviert. Und natürlich nicht zu vergessen das allgegenwärtige Kimchi – eine Art koreanisches Sauerkraut.

Aber zurück zum Markt. Dieser ist bekannt für seine Reisrollen – Mayak Gimbap genannt.

Auf den ersten Blick erinnern sie an Sushi und so ähnlich werden sie auch zubereitet. Für eine koranische Mayak Gimbap werden Reis, eingelegtes Gemüse und Perilla in Seetang-Blätter gewickelt und häppchenweise aufgeschnitten. Zum Abschluss werden sie mit intensiv schmeckendem Sesamöl bestrichen und mit geröstetem Sesam bestreut.

Eine andere Spezialität ist Hwe. Was im ersten Moment aussieht wie eine koreanische Variante des japanischen Sashimi, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein komplett eigenständiges Gericht. Hwe nennen die Koreaner ihre Art extrem frischen, rohen Fisch aber auch rohes Fleisch zu essen. Der Fisch wird bei Tisch in große Perillablätter gewickelt und dann in verschiedene kräftige Saucen getunkt. Anfängern, wie wir es sind, gelingt das erst einmal nicht. Unser Fisch findet sich überall – auf dem Tisch oder auch auf dem Boden – nur nicht da, wo er hingehört: schön fest gewickelt in das grüne Perillablatt.

Auf unserem kulinarischen Rundgang über den Markt sehen wir aber auch überall Stände mit einer Art Pfannkuchen. Es riecht einfach herrlich. Wir sind zwar schon satt, aber ein „Pfannkuchen“ geht immer. Schnell finden wir heraus, dass es sich um eine weitere koreanische Spezialität handelt – Bindaetteok. Für die Bindaetteok werden gemahlenen Mungbohnen zu einem Teig verarbeitet und in heißem Öl frittiert. Die knusprig gebratenen Fladen werden dann mit einer Schere in Stücke geschnitten und zusammen mit einem Soja-Reisessig Dip, der obligatorischen kleinen Schale Kimchi und fermentiertem Reiswein Makgeolli serviert – Makgeolli ist ein milchig-weißer Reiswein mit sieben Prozent Alkoholgehalt. Er wird aus gedämpftem Klebreis, Gerste und Hefe hergestellt. Das Beste an diesem Reiswein ist aber, dass er nicht nur richtig gut schmeckt, sondern auch noch extrem gesund ist. Mit seinen vielen Bakterien unterstützt er die Darmflora, wie uns die Koreaner stolz erklären.

Sehr satt, sehr zufrieden und voller neuer, nicht nur kulinarischer Eindrücke, schlendern wir weiter. Mitten auf der Kreuzung zwischen drei Gängen kommen wir an einen Stand mit Sujebi – handgezogene Nudeln, wie sie koreanische Großmütter seit Generationen zubereiten.

Für die perfekte Sujebi muss der Nudelteig hauchdünn ausgerollt und dann blitzschnell in kleine Stücke gerissen werden.

Wir können kaum so schnell schauen, wie die kleinen Stücke schon in der gehaltvollen Fischbrühe gelandet sind, wo sie jetzt noch garziehen müssen. Eine herrliche warme und sättigende Mahlzeit! Aber nicht heute. Nicht für uns. Wir sind satt.

Und hier die Adresse für Euren Seoul Besuch:

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