Kulinarische Reise nach Myanmar – Ngapali und Thandwe

Ngapali Beach an der Westküste Myanmars im Rakhine Staat gelegen, ist berühmt für seine frischen Meeresfrüchte, aber auch für seinen – noch – makellosen Strand, der sich über 3 Kilometer entlang der Küste erstreckt.

Für den Tourismus erst spät geöffnet, hat Ngapali Beach bislang nur wenige Hotels, die alle von Kokospalmen umgeben sind und oft vom Strand aus fast nicht sichtbar sind. So ergibt sich das einmalige Bild eines touristisch erschlossenen Strands, der sich trotzdem seine Ursprünglichkeit bewahrt hat. Das sollte man nutzen, bevor es zu spät ist!

Am südlichen Ende von Ngapali Beach befindet sich ein kleines Fischerdorf. Die Fischer, die die Nacht auf ihren Booten verbringen, um mit Licht Fische anzulocken, kommen früh am Morgen zurück an den Strand. Dort warten schon ihre Frauen auf sie, um den Fang abzuladen. Der Großteil wird an die umliegenden Restaurants verkauft, ein Teil auf einem kleinen Dorfmarkt. Die ganz kleinen Fische werden zum Trocknen in der aufgehenden Sonne ausgelegt, um in Salaten für knusprige Textur zu sorgen und vor allem als Proteine zu dienen.

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Unberührter Strand soweit das Auge reicht

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Die Fischer kehren heim vom nächtlichen Fang

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In der Morgensonne werden die Fische zum Trocknen ausgelegt

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Der Morgenmarkt

Ngapali_Marktfrau1500 Kulinarische Reise nach Myanmar - Ngapali und Thandwe

Eine gut gelaunte Marktfrau preist ihr frisches Gemüse aus eigenem Anbau an.

 

Kulinarisch spielt sich das meiste an der parallel zum Strand verlaufenden schmalen Strasse ab, die über mehrere Kilometer gesäumt ist von kleinen Familienrestaurants und Garküchen. Hier bekommt man Meeresfrüchte und Fisch zubereitet im Rakhine-Stil, einer Küche,  die bekannt ist für ihre Schärfe – Chilis! – aber auch wegen ihrer Leichtigkeit. Die dortigen Curries werden nach der Yao Chottin Methode zubereitet, die deutlich weniger Öl verwendet.

Sehr zu empfehlen ist Htay Htay’s Kitchen ein kleines familiengeführtes Restaurant, das sehr authentisch die lokalen Gerichte kocht. Die Küche ist absolut sehenswert und ein Besuch ist immer willkommen. Die Besitzerin zeigt auch gern ihren Garten, in dem viele der in den Gerichten verwendeten Gemüse wachsen. Die Adresse von Htays Htay’s Kitchen erfragt man am besten im Hotel. Es lohnt sich aber auch die anderen kleinen Restaurants zu besuchen, die Besitzer sind meist sehr um ihre Gäste bemüht und servieren tagesfrische Meeresfrüchte.

Einige Kilometer im Landesinneren befindet sich die alte burmesische Stadt Thandwe. Hier scheint die Zeit noch stehengeblieben zu sein: Holzhäuser mit maximal zwei Stockwerken säumen die meist unbefestigten Straßen.

Ein kleiner Markt bietet alles, was die Bevölkerung Thandwes zum Leben braucht. Die früheren Markthallen, die noch aus der Zeit der englischen Besatzung stammten, brannten im Februar 2012 komplett nieder. Zur Zeit unseres Besuchs im März 2013 hatte man den Markt provisorisch verlegt und neue modernere Markthallen waren im Bau.

Aber auch der provisorische Markt hat seine Reize, ein vielfältiges und buntes Angebot erwartet den Besucher.

Der Thanaka-Verkäufer hatte es uns besonders angetan: Erst dachten wir es wäre Brennholz, was er feil bot, bis wir erfuhren, dass das Holz bzw. dessen Rinde  eigentlich der täglichen Pflege und Kosmetik dienen. Das Holz stammt vom indischen Holzapfelbaum und wird in kurzen Stücken von mindestens 5cm Durchmesser angeboten. Auf einem Reibestein wird die Rinde zusammen mit Wasser zu einer gelblich-weißen Paste verrieben. Diese sogenannte Thanaka-Paste streicht man ins Gesicht als Schutz vor UV-Strahlung, aber auch als natürliche Kosmetik gegen Hautalterung und zur Pflege. Junge Frauen geben sich viel Mühe bei der morgendlichen Pflege, um attraktive Muster auf ihre Wangen zu zaubern. Überall in Myanmar sieht man Frauen aber auch Männer, die dieses burmesische Make-Up tragen.

Um den Markt herum trifft man auf vornehme burmesische Frauen, die sich in Fahrradrikschas zum Einkaufen chauffieren lassen. Eisverkäufer bieten leckeres Wassereis aus Metallformen an.

Schräg gegenüber findet sich eine Garküche im typisch burmesischen Stil. In der kleinen Küche wird morgens ein Gericht nach dem anderen zubereitet und in große Metalltöpfe gefüllt, die nach und nach in das Restaurant gelangen.

Aus diesen Töpfen kann man dann wählen und sich eine leckere burmesische Curry-Tafel zusammenstellen.

Ngapali Beach kann man leicht über den Flughafen Thandwe erreichen. Ein Ziel an dem man einen herrlichen Urlaub verbringen kann und dabei viel von der burmesischen Kultur mitbekommt.

Thandwe_Strasse1500 Kulinarische Reise nach Myanmar - Ngapali und Thandwe

Thandwe – Impressionen aus einer anderen Zeit

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Thandwe_Fahrrad_Bambus1500 Kulinarische Reise nach Myanmar - Ngapali und Thandwe

Thandwe_TukTuk1500 Kulinarische Reise nach Myanmar - Ngapali und Thandwe

Thandwe_Zwiebeln1500 Kulinarische Reise nach Myanmar - Ngapali und Thandwe

Der provisorische Markt in Thandwe

Thandwe_Hühner1500 Kulinarische Reise nach Myanmar - Ngapali und Thandwe

Thandwe_Thanaka1500 Kulinarische Reise nach Myanmar - Ngapali und Thandwe

Der Thanaka Verkäufer

Thandwe_Eisverkäufer1500 Kulinarische Reise nach Myanmar - Ngapali und Thandwe

Der fröhliche Eisverkäufer

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Vorbereitungen für das Mittagessen

Thandwe_Streetfood1500 Kulinarische Reise nach Myanmar - Ngapali und Thandwe

Es ist angerichtet…

 

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