Ein Marktbesuch in Vietnam

Vietnamesen leben für das Essen und sind eigentlich den ganzen Tag damit beschäftigt. So kann man sich leicht vorstellen, das die Märkte, auf den alle Lebensmittel, die zur Herstellung einer anständigen Mahlzeit benötigt werden, das Herzstück der vietnamesischen Kultur sind.

Damit sind aber nicht Supermärkte im westlichen Sinn gemeint, die in Asien auch immer mehr zunehmen, sondern die offenen im englischen als „wet market“ bezeichneten Frischmärkte, in denen die vietnamesische Hausfrau oft mehrmals am Tag einkauft, da die häuslichen Kühlmöglichkeiten nur begrenzt vorhanden sind.

Der erste Eindruck eines solchen Marktes ist ein komplettes Chaos von Farben, Geräuschen und Düften, das auf den Besucher hereinbricht. Gemütliches Schlendern verbietet sich, da man ständig angerempelt und zur Seite gestossen wird. Nach einiger Zeit erkennt man dann ein gewisses System: Die Obst- und Gemüseabteilung, die Metzger und die Fischhändler. Auch gibt es Blumenhändler, Reisverkäufer und Dinge des täglichen Bedarfs.

Hanoi hatte in jedem Stadtviertel einen solchen Markt, teilweise überdacht, teilweise als Straßenmarkt, doch die lokale Stadtverwaltung hat vor einiger Zeit beschlossen, dass diese Märkte das Stadtbild „verschandeln“ und daher verschwinden müssen. Ein unwiederbringlicher Verlust auch für die Menschen, die hier täglich zum Einkaufen kamen.

(In Bearbeitung)

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