Baguette in Vietnam – Banh Mi

In Europa isst man Brot, in Asien isst man Reis! Was hält man aber von dieser Regel, wenn man nach Vietnam kommt und dort überall frisch gebackene, knusprige Baguette findet, die jeder französischen Boulangerie alle Ehre machen würden?
Vietnam war bis Mitte des letzten Jahrhunderts ein Teil Indochinas und damit französisch besetzt. Bei allem Leid, was die Franzosen gebracht haben, ist kulinarisch auch etwas Gutes hängengeblieben: Artischocken, Fleischpastete, der Kaffee und eben auch Baguette.

Da die Vietnamesen aber nicht einfach etwas aus anderen Kulturen übernehmen, wurde der Teig mit etwas Reismehl versetzt, was ihn leichter macht. Zusätzlich wurde daraus ein Snack, der es mit jedem Sandwich aufnehmen kann.

Überall im Land findet man kleine, mobile Stände, die diese Spezialität für 10.000 – 20.000 Dong – ca. 40 bis 80 Cent!! – zubereiten. Ein Baguette wird in den unter der Arbeitsfläche befindlichen Holzkohleofen zum Aufbacken gelegt. Dann wird es längs aufgeschnitten und mit einer hausgemachten Schweinepastete (Franzosen!) bestrichen. Darauf kommen Scheiben von kross gegrilltem Schweinebauch und vietnamesischer Mortadella. Gurkenstreifen und eingelegtes Karotten-Rettichgemüse geben den gesunden Touch. Diverse hausgemachte Sossen machen es saftig und zum Schluss eine Handvoll frischer Kräuter hinein… jetzt ist es endgültig vietnamesisch. Eingewickelt in ein Stück Zeitungspapier und schon ist der Snack fertig.

Eine Variation ist übrigens mit einem kleinen Omelett… Auch sehr lecker!!! Originell ist die Zubereitung mit dem französischen Schmelzkäse „La Vache Quit Rit“, den es dort überall gibt.

Für zuhause gibt es hier das Rezept: Banh Mi – Sandwich á la Vietnam

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Morgens in einer Banh Mi Bäckerei in Hoi An

Banh-Mi_4 Baguette in Vietnam - Banh Mi

Banh Mi wird immer frisch zubereitet

Banh-Mi-5 Baguette in Vietnam - Banh Mi

Die Kuh lacht auf vietnamesisch

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